26 грудня 2012 р.

Einige terminologisch-strukturbezogene Aspekte der holonischen Geographie


1. Präambel. Die Darstellung und Beschreibung der Welt wird von verschiedenen Organisationsbzw. Wissensformen realisiert und akkumuliert. Solche Formen sind nicht konstant und entwickeln sich ständig. Zum Beispiel wurde in den 60er -70er Jahre des 20. Jahrhunderts ein holonisches System (Paradigma) entwickelt. Der Begriff Holon wurde von Arthur Koestler (1967) vorgeschlagen.
Holonische Ideen (Ganzes und Teil eines anderen Ganzen) sind auch in anderen Disziplinen, wie der Philosophie, Biologie, Semantik usw. anzutreffen. Die holonische „Konzeption“ bietet auch neue Möglichkeiten für die Strukturierung, Beschreibung und Wahrnehmung der Geowelt.
2. Zum holonischen Paradigma (und Struktur der Geographie). Noch ist es zu früh, die holonische Geographie als ein reifes Paradigma zu bezeichnen.
Die Herausbildung eines holonischen Paradigma wird als ein adaptiver Prozess betrachtet, welcher durch eine Änderung im System der Beziehungen „Mensch - Gesellschaft — Natur“ hervorgerufen wird. In diesem Zusammenhang wurden drei Organisationsebenen vorgeschlagen, die sich mit Kovalev (2011) als abiotisch, biotisch und anthropisch terminologisch unterscheiden lassen. Entsprechende lassen sich folgende geographische Disziplinen bilden: Abiogeographie, untersucht heterogene abiotische (mineralische) Organisationsformen
der geographischen Komplexität; Biogeographie, untersucht biotische Formen der geographischen Komplexität, wo Biota einen Schlüsselposition in der Organisations-, Einstellungs- und VerbindungsFunktionen hat. Anthropogeographie, untersucht anthropische Formen der geographischen Komplexität, die eine Schlüssel- und Verbindungsfunktion von Anthropo-Organisationsformen hat.
3. Basisbegriffe. Wie das holonische Paradigma befindet sich auch der terminologische Apparat/Glossar der holonischen Geographie in einem Entwicklungsprozess. Es werden folgende Basisbegriffe wie Geoholon, Geoholarchie, Geoenvironment, Chronotop, Geoorganisation und Geobassin (Kovalev, 2011) vorgeschlagen und definiert.
Geoholon – eine Organisationseinheit des Geoenvironments, ist ein kommunikativer Knoten mit Funktionen der Verarbeitung und Generierung von Informationen. (Fakten, Daten).
Geoholarchie – ein Netzwerk von Geoholons, die in kommunikativen Beziehungen bestehen.
Geoenvironment - Teil der natürlichen Umwelt, in der wichtige Funktionen der menschlichen Gesellschaft umgesetzt werden. Chronotop – ein ganzheitliches Abbild, der räumlichen und zeitlichen Eigenschaften das Holons verbindet.
Geoorganisation – ist ein System von Regeln und Prinzipien der Integration heterogener Komponenten in die gesamte geographische Komplexität - Geoholonen und Geoholarchie. Geobassin – ist ein morpho-chorographisches Gebiet, eine entsprechende Geoorganisationseinheit.
4. Schlussbemerkung. In dem Kurzbericht wurden nur einige terminologisch-strukturbezogene Aspekte der holonischen Geographie dargestellt. Für die offizielle (staatliche) ukrainische Geographie (die auf sowjetischen geographischen Traditionen basiert) ist eine geoholonische
Konzeption exotisch. Unabhängig davon hat die holonische Geographie mit neuen semiotischen Akzenten und evolutionären Ideen das Recht zur Existenz und Weiterentwicklung.
5. Literatur
  • Koestler, A. (1967). The Ghost in the machine. New York: Macmillan.
  • Kovalev, А.P. (2011). Геомир: связь сложности и комплексности [Geowelt: Verbindung der Komliziertheit und Komplexität]. Wissenschaftliche Mitteilungen der Wernadski Tavria Universität. Publikationen der Konferenz "Welt der modernen Geographie". Bd. 24 (63), Teil 2 (Geographie). Simferopol: TNU. S. 34-39.


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This work is licensed under this Creative Commons Licensemeta – carto – semiotics (Vol. 5; 2012) Journal for Theoretical Cartography ISSN 1868-1387

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